Die Tattva-Therapie ist eine Imaginationstherapie, spirituelle Psychotherapie in München, Bilderreisen der besonderen Art.
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Tattva-Therapie

Textfeld: Waltraud Deiser

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Die Tattva-Therapie gehört zu den Imaginationsverfahren.

Diese Therapieform dient als Möglichkeit mit dem eigenen Inneren in Beziehung zu treten, und auf sehr interessante, meist leichte und freudvolle Weise Erkenntnisse zu gewinnen. Gleichzeitig können während der Imagination Lösungswege beschritten, und somit die vorhandenen Kapazitäten voll ausgeschöpft werden.

Grundlage der Tattva-Therapie

 ist die östliche Weisheitslehre des Kashmirischen Shivaismus.

Der Kashmirische Shaivismus ist eine monistische Philosophie, die unter den verschiedenen Schulen eine bemerkenswerte Stellung einnimmt. Sie geht davon aus, dass das ganze Universum nichts anderes als Bewusstsein ist, und dass dieses Bewusstsein Form annimmt, und dadurch zu unserer sichtbaren und erfahrbaren Welt wird. Diese Philosophie beschreibt einerseits die Entstehung der individuellen Person und der sichtbaren Welt, und andererseits bietet sie eine vollkommene Grundlage zum Verständnis der intrapsychischen Vorgänge im Menschen.

 Das Wort „Shaivismus“ leitet sich von Shiva ab und ist der Name für die letztendliche Wirklichkeit. Die Bezeichnung „Kashmirischer Shaivismus“ entstand dadurch, weil die Shivasutras, auf denen diese Philosophie beruht, nach traditioneller Auffassung von Shiva auf einen Felsen in Kashmir geschrieben, und im 9. Jahrhundert von dem Weisen Vasuguptacharya offen gelegt wurden.

Der Kashmirische Shaivismus beschreibt verschiedene Stufen des Bewusstseins in 36 Tattvas oder Grundprinzipien. Das aus dem Sanskrit (alte indische Sprache) stammende Wort "Tattva" bedeutet wörtlich: Wahrheit, wahres Wesen, Grundprinzip. Es wird auch übersetzte als "die Form de in Erscheinung tretens".

Die Therapie

In der Tattva-Therapie arbeiten wir mit 5 Tattvas. Sie dienen uns als Ausgangpunkt, um die Zusammenhänge im eigenen Inneren zu erforschen. Es handelt sich dabei um die 5 grundlegende Elemente aus denen unsere Welt besteht. Erde - Wasser - Feuer - Luft - Äther. Betrachten wir den symbolischen Gehalt, repräsentieren diese Elemente die Fähigkeiten mit deren Hilfe der Mensch sich selbst und seine Umwelt erlebt und gestaltet. 

Wir betrachten jede einzelne dieser Fähigkeiten, indem wir in die entsprechende Symbolwelt eintauchen und den dabei entstehenden inneren Bildern folgen und direkt, während der Imagination mit den einzelnen Symbolen in Beziehung treten und dadurch Antworten aus unserem eigenen Inneren erhalten und den Heilwerdungsprozess einleiten.

Im Anschluss an die Imagination betrachten wir die Zusammenhänge.

 

Die 5 grundlegenden Elemente / Fähigkeiten sind:

1. Tattva Erde - Struktur

Die Fähigkeit Strukturen zu erkennen und Strukturen zu setzen gibt uns erst die Möglichkeit unser Leben zu bewältigen. Für jede Handlung benötigen wir einen angemessenen Rahmen also eine Struktur. Wenn wir z.B. Essen kochen möchten, brauchen wir einen Topf. Der Topf ist in diesem Beispiel die Struktur. Wenn wir schlafen möchten, brauchen wir ebenfalls eine Struktur. Diese kann einfach der Erdboden sein oder, etwas komfortabler, ein Bett. Wir brauchen also eine Grundlage, eine Basis auf der wir aufbauen können bzw. einen Rahmen, der gefüllt werden kann . Diese Aussage bezieht sich nicht nur auf die äußeren Handlungen, sondern auch auf die inneren Gegebenheiten. Wenn sich z.B. jemand auf eine Prüfung vorbereitet, ist das Eingrenzen des Lernstoffs oder das Setzen eines zeitlichen Rahmens der strukturgebende Prozess.

Wenn Strukturen angemessen vorhanden sind, gibt das im Leben Sicherheit, Stabilität, Standhaftigkeit, Widerstandsfähigkeit...

Im Übermasse gelebt entsteht Starre, Pedanterie, Zwänge, Schwere, Zähigkeit...

 

2. Gefühle (Wasser)

Die Gefühle bewegen uns. Sie kommen und gehen, manchmal mit erkennbarer Ursache, manchmal scheinen sie aus sich selbst heraus zu entstehen. Sie sind in ständiger Bewegung und Veränderung begriffen. Sie sind wie Wasser, sie bewegen sich mal stärker und mal schwächer, schwappen hoch und verebben wieder. Und Wasser ist auch die symbolische Entsprechung für die Gefühle ist. Sie sind ein möglicher Inhalt mit dem Strukturen erfüllt sein können. Beispiel: Die Partnerschaft ist der Rahmen (Struktur), die Gefühle sind der Inhalt.

Wenn Gefühle angemessen gelebt werden, gibt das dem Leben Intuition, Beweglichkeit, Lebendigkeit, Erfüllung...

Im Übermasse gelebt: den Gefühlen ausgeliefert sein, sich in Gefühlen verlieren...

 

3. Antrieb, Wille, Tatkraft (Feuer)

Tatkraft (Aggression) benötigen wir um unser Leben aktiv gestalten zu können. Sie ist der Antrieb hinter den Handlungen. Ohne sie könnten wir morgens nicht aus dem Bett aufstehen, und auch nicht die alltäglichen Tätigkeiten ausführen. Für die Auseinandersetzung mit dem Leben benötigen wir diese Kraft. Ganz besonders deutlich wird unser Umgang mit Aggression/Tatkraft in Beziehungen und in der Sexualität.

Wenn der Antrieb angemessen gelebt wird, gewinnt unser Leben an Freude, Lust, Aktivität und Beziehungsfähigkeit.

andernfalls: Zerstörend, selbstzerstörerisch, blinder Aktionismus...

 

4. Geist, Gedanken, Wissen (Luft)

Gedanken sind, wie ihre Entsprechung - die Luft - ständig in Bewegung und können jeden beliebigen Inhalt annehmen. Gedanken können z.B. der erste Schritt zur Entwicklung eines Projektes sein, sie können aber genauso in die Welt der Fantasie gehören. Das, worauf wir unsere Gedanken vorwiegend richten, wird zu unserem hauptsächlichen Lebensinhalt.

Je nachdem, wie wir gelernt haben mit unserem Geist umzugehen, kann er uns zu Wissen, Kreativität, Freiheit führen oder auch zu sich ständig wiederholenden Gedanken, Stumpfheit,  Einengung und Zwang.

 

5.  Selbst-Sein (Äther / Raum)

Das Element des Raumes ist meist am Schwierigsten zu verstehen. Raum umgibt uns, aber Raum ist auch genauso in uns. Wenn wir den menschlichen Körper unter dem Elektronenmikroskop betrachten, können wir sehen, dass der Körper aus Zellen besteht und zwischen diesen Zellen befindet sich Raum. Noch mehr vergrößert erkennen wir, dass die Zellen aus Molekülen bestehen, und zwischen den einzelnen Molekülen befindet sich wiederum Raum. Eine weitere Vergrößerung zeigt, dass Moleküle aus Atomen bestehen, und auch zwischen den Atomen existiert Raum usw.

In unserer Psyche können wir das Element Raum mit dem Bewusstsein der eigenen Existenz gleichsetzten. Und dabei ist nicht nur das Wissen darüber gemeint, dass es uns gibt, sondern das Erlebnis des Daseins selbst.

Im Äther-Tattva wenden wir uns dem spirituellen Wachstum, der Erkenntnis und dem Selbst-Da-Sein zu.

Wenn es uns gelingt das Selbsterleben zu entwickeln bzw. zu vertiefen, schaffen wir die Basis für ein reiches und erfülltes Leben, das im eigenen Sein verankert ist.

Tattva-Therapie in Einzelsitzungen:

  •   Kann eine tief greifende psychotherapeutische Arbeit sein, um Probleme zu lösen.

  •   Kann der Selbsterfahrung dienen, um das eigene innere Wachstum zu fördern,

  •   kann einfach aus Neugierde, wie denn das Innere so "gestrickt" ist, erfolgen.

Tattva-Therapie als Berufsausbildung bzw. Fortbildung:

In meinem Ausbildungsinstitut, der HeilAkad, bilde ich in dem Imaginations-Verfahren "Tattva-Therapie" seit ca. 17 Jahren aus. Seit dem Jahr 2005 sind alle 36 Tattvas Bestandteil der Ausbildung, was eine unglaubliche Bereicherung darstellt. Näheres zur Ausbildung hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erd-Tattva

 

 

 

 

 

 

 

Wasser-Tattva

 

 

 

 

 

Feuer-Tattva

 

 

 

 

Luft-Tattva

 

 

 

 

Äther-Tattva